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Warum ist DSL so beliebt? Zur Zukunft des Festnetzes

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Breitbandatlas (Screenshot www.zukunft-breitband.de)

Smartphones werden immer leistungsfähiger, mobiles Internet dank HSPA+ immer schneller, und die nächste Generation der kabellosen Datenübertragung, LTE, steht schon in den Startlöchern. Trotzdem surfen und telefonieren immer noch gut die Hälfte der Deutschen über das Festnetz, in den meisten Fällen mit DSL-Standard. Oft handelt es sich dabei noch um ADSL mit Downloadraten von durchschnittlich bis zu 12.000 KBit pro Sekunde. Der Mobifunk-Standard UMTS schafft bis zu 42.000 KBit pro Sekunde (HSPA+).

Warum rüsten viele ihre Wohnung oder ihr Haus trotzdem weiterhin mit einem DSL-Anschluss aus? Die Gründe liegen vor allem in der breiten Verfügbarkeit in Städten und Ballungsräumen sowie in den vergleichsweise günstigen und flexiblen Tarifmodellen. Häufig bucht man eine Flatrate für Festnetztelefonie und Internet zum monatlichen Festpreis und hat damit eine Art Grundausrüstung für die heimischen Kommunikationsbedürfnisse.

Mobilitätswende: auch Ausbau der DSL-Netze

Im Moment stecken die westlichen Industrienationen mitten in der Energiewende. Aber auch die Mobilitätswende ist bereits Realität. Immer mehr Menschen nutzen für zeitgemäße Kommunikation – sprich Telefonieren, E-Mails schreiben, Chatten und Videotelefonie – das Smartphone oder den Tablet-PC. Man könnte den Eindruck bekommen, Festnetztelefon und häuslicher Internetanschluss wären längst überflüssig geworden. Aber nicht jeder Deutsche gibt sich so mobil. Zudem sind die Tarife für DSL-Anschlüsse inzwischen so günstig, dass man sein Zuhause damit ausrüstet, um seinen Smartphone-Tarif gelegentlich zu entlasten. Gerade wenn die hohe Geschwindigkeit des mobilen Internets für ein bestimmtes Datenvolumen begrenzt ist, bietet sich das an.

Parallel zur Mobilitätswende wird über einen gezielten Ausbau der DSL-Netze nachgedacht. Die EU favorisiert hier eine schon länger existierende Idee, bestehende Leitungsschächte für Strom und andere Versorgungstrassen mit zusätzlichen Glasfaserkabeln auszurüsten. Damit würden Kosten und Aufwand für den Ausbau der Netze deutlich gesenkt. Eine Richtlinie, wonach die Eigentümer von Versorgungsinfrastruktur ihre Rohre, Schächte und Masten an Breitbandanbieter vermieten sollen, ist in Arbeit. Vor allem in ländlichen Regionen, wo sich der Ausbau des Festnetzes auf VDSL (bis zu 52.000 KBit pro Sekunde) wegen der geringen Einwohnerdichte meist nicht lohnt, könnte damit leichter Zugang zum schnellen Internet geschaffen werden.

Im Moment wird noch mehr oder weniger intensiv über die Rechte an der DSL-Infrastruktur gestritten. Viele Telekommunikationsanbieter müssen das letzte Stück von ihrer Hauptleitung in die Wohnungen mit Kupferleitungen überbrücken, die der Deutschen Telekom gehören. Wenn diese nun wie angekündigt mit dem Ausbau der Kupferleitungen der zunehmenden Konkurrenz durch Kabelanbieter etwas entgegen setzen möchte, sehen sich andere Telekommunikationsanbieter bereits benachteiligt. Vor allem wenn die Telekom die Leistung mit der Vectoring-Technik erhöhen will, haben sie das Nachsehen. Beim Vectoring wird die Übertragungsleistung erhöht, indem Störfaktoren in der Leitung mit Gegensignalen beseitigt werden. Diese Maßnahme lässt jedoch immer nur einen Anbieter pro Leitung zu.

DSL-Tarife werden immer attraktiver

Beim der Ausbau der DSL-Netze ist also noch viel zu tun ist, um das Festnetz zukunftsfähig zu machen. Bei den Tarifen hat sich schon viel getan. Fast vergessen ist die minuten- oder sekundenweise Abrechnung der Internetnutzung angesichts der heute manchmal grenzenlos anmutenden Bewegungsfreiheit. Man kann praktisch rund um die Uhr online sein, ohne auf den Kostenzähler gucken zu müssen. Mit den Flatrates wachsen aber auch die Ansprüche, denn die parallele Nutzung von Kommunikation, Information und Entertainment über die DSL-Leitung verlangt nach höheren Verbindungsgeschwindigkeiten. Entsprechend unterscheiden sich die meisten Tarife heutzutage nicht mehr nach Nutzungszeit sondern nach Geschwindigkeit und Datenvolumen.

Die Kosten für eine Festnetz-Telefon-Flatrate zum DSL-Anschluss fallen kaum noch ins Gewicht, und auch für eine hohe DSL Geschwindigkeit muss man jetzt kein Vermögen mehr ausgeben. Hinzu kommt die Einsicht vieler Anbieter, dass es sich lohnt, auf die Flexibilitätswünsche ihrer Kunden einzugehen. Tarife mit flexibler Vertragslaufzeit erobern ebenso den Markt wie bedarfsgerechte DSL-Geschwindigkeiten. Man muss sich nicht mehr von vornherein für zwei Jahre an einen Tarif binden. Wer zudem die Höchstgeschwindigkeiten der DSL-Leitung gar nicht benötigt, zahlt weniger.

Das DSL-Festnetz wird auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil des wachsenden digitalen Datenverkehrs bleiben. Das aufkommende Cloud Computing und die zunehmende Mediennutzung über das Internet können nicht allein von Funknetzen bewältigt werden. Der Ausbau zum Breitband-DSL ist fester Bestandteil der Netzstrategie vieler Länder, und wie bei der Energiewende wird man sich auch bei der Datenübertragung in Zukunft auf einen Mix aus Festnetzen, LTE und UMTS verlassen.

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